Nun hört doch auf, über das Ende des Sommers zu jammern. In New York kann man den Herbst in vollen Zügen genießen! Für mich ist er mit seinem bunten Blätterwerk ein Gedicht. Buchstäblich (es heißt „Ehe die Blätter fallen“ und ihr könnt es hier nachlesen).

Dieses Jahr stehen dem Herbstlaub in New York beim Erröten allerdings ein paar Hindernisse im Weg. Allem voran leidet der Nordosten der USA seit Monaten unter einer Dürre.

Bäume in New York leiden unter Trockenheit

Es regnet einfach nicht genug, und wenn es das tut, dann zu oft in Wolkenbrüchen. Die dazugehörigen Wassermassen kann ein ausgetrockneter Boden nicht aufnehmen, was es bräuchte, wäre die Art Regen, die ich inzwischen mit Deutschland verbinde (sorry, liebe Briten!): tagelanger leichter Regen, mal Niesel, mal Schauer. Au Backe: Mein Mitleid mit den Bäumen hat tatsächlich dazu geführt, dass ich Schmuddelwetter cool finde.

Jedenfalls: Durstige Bäume produzieren nicht mehr so viel Laub, das ihnen dann quasi auf der Wurzeltasche liegen täte. Zweitens waren Spätsommer und Frühherbst verflixt warm, und ohne kalte Nächte fehlt dem Durchschnittsbaum das Signal, dass es an der Zeit ist, Farbe anzurühren.

Herbstlaub: New York treibt es jedes Jahr anders bunt

Dass der Höhepunkt der „fall foliage“ von Jahr zu Jahr auf einen anderen Zeitpunkt fallen kann, sehe ich allein an älteren Bloggeschichten – und übrigens auch, wie schnell ein Baum fast ohne Blätter dastehen kann.

Dieses Jahr hat das bunte Herbstlaub seine wildesten Zeiten noch nicht erreicht – wie man im praktischen Fall Foliage Report nachschauen kann. Und noch etwas kommt mir neu vor. Da finde ich bei meiner Herbstlaub-Safari im Central Park viele Bäume, an denen gleichzeitig grüne, leicht gelbe und papiertrockene braune Blätter hängen.

Herbstlaub New York 2016

Aber ein paar strecken mir auch ihre schönsten Farben entgegen. Und was gibt es eigentlich Schöneres, als die Sonne durch goldene Blätter zu sehen?

Ach ja: Landregen. Aus Baumsicht zumindest.

 

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