Die einen fürchten, dass sie nicht bleiben dürfen, die anderen können gar nicht schnell abfahren, weil sie eh nur ausgebuht werden: Die News aus New York erweisen sich mal wieder als vielseitig – auch, was Schildkröten, Yaks und Einhörner betrifft.

Paul Ryan kommt in Harlem nicht gut an

Der Sprecher des Repräsentantenhauses im US-Kongress, Paul Ryan, hat sich in Washington feiern lassen als Architekt des zu Recht umstrittenen Gesetzesvorschlages für die Krankenversicherung, der mit einer Stimme Mehrheit von der ersten Kammer akzeptiert wurde. Sein Besuch in einer Schule in Harlem sollte eine weitere Gelegenheit sein, in die Kameras zu lachen. Doch daraus wurde nichts – aus gleich zwei Gründen. (Ausführlich nachlesen bei Daily Beast)

Die neuen Fähren legen ab

Seit dem 1. Mai schippert die NYC Ferry zwischen Manhattan und Long Island (der Insel, auf der Brooklyn und Queens liegen) entlang der Stege, die zuvor die East River Ferry angesteuert hatte, und außerdem zur Halbinsel Rockaway, ab Juni zusätzlich nach Governors Island, später einmal auch nach Roosevelt Island. Damit kann man also richtig Inselhüpfen, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit. Die Passagierzahlen der U-Bahn kann die mit großem Tamtam eingeweihte Fähre nicht annährend schlagen – aber in punkto Aussicht und Ausstattung liegt sie klar vorn. (Fotos angucken bei Gothamist, Hintergrundinformationen nachlesen bei Slate)

Einhorn-Streit

Einhörner und Regenbögen sind dem Land der Kuschelutopien entwichen … und schon wird es paradox. Ein Café aus Brooklyn beansprucht die Erfindung des buntverzierten Einhornkaffees für sich – und verklagt die Kaffeekette Starbucks wegen … Raubkopie! (Nachlesen bei am NY)

Wenn der sichere Hafen untergeht

Flüchtlinge kommen erst in die USA, wenn ihr Status festgestellt und von den Behörden bewilligt ist; sie bekommen mit der Einreise direkt eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. Wer schon im Land ist, hat keine Chance, diesen Weg zu gehen, kann aber Asyl beantragen. Die Village Voice erzählt, wie das in New York aussieht – insbesondere unter der neuen Regierung, die sowohl Flüchtlingen als auch Asylbewerbern das Leben schwer macht. (Nachlesen in der Village Voice)

Geburtstagsgeschenke für den Bürgermeister

Was schenkt man dem New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio zum Geburtstag? Ganz einfach: Geld. De Blasio möchte wiedergewählt werden, und Wahlkampf kostet viel Geld. Deshalb wirft er am Jubeltag nicht einfach irgendeine Party, sondern veranstaltet einen Fundraiser. Ein Gratulant fuhr allerdings großflächige Kritik auf. (Video anschauen bei NY1)

Ein teures Stückchen Uferpromenade

Man kann es den Leuten nicht recht machen. Die einen träumen davon, direkt am Ufer des East River und Hudson River entlang Manhattan zu umrunden (wie es Hartgesottene mit ein paar Umwegen übrigens jedes Jahr Anfang Mai beim Great Saunter tun). Die anderen finden, die Stadt solle lieber mehr Geld in die übervolle U-Bahn stecken, als 100 Millionen in ein kurzes Stück Promenade mit Radweg an der Upper East Side zu investieren. (Nachlesen bei NY City Lens)

Yak in der Jacke

Eine Fleischladung im Koffer am Flughafen JFK gibt Rätsel auf: 132 Kilo Yak-Fleisch in Kleidern versteckt? Wozu das denn? Euereins überlegt vielleicht, Bratwurst oder Salami am Zoll vorbeizuschmuggeln (wovon übrigens dringend abzuraten ist!). Tibetaner und Nepalesen in New York haben dagegen großen Appetit auf Yak, in Jackson Heights (Queens) gibt’s das sogar im Restaurant. Doch direkt aus Nepal darf das Fleisch nicht eingeführt werden – dort gibt es Maul- und Klauenseuche. (Nachlesen im Bericht des US-Grenzschutzes)

Schildkröten aussetzen kann ja jeder

Am Rand der Teiche in den New Yorker Parks hängen Schildkröten herum, die früher einmal Terrarien bevölkerten und dann … na, ihr kennt das von zu Hause. Immer mal wieder sehe ich Hinweise, die zwischen strengem Verbot und verzweifelter Bitte changieren: Niemand soll Schildkröten in den Teichen aussetzen! Vom umgekehrten Fall steht da nichts. Aber aus der Zeitung lernen wir: Schildkrötenklauen ist erst recht verboten. (Nachlesen bei am NY)

 

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