Englisch und Deutsch können famos Schabernack miteinander treiben! Das stelle ich immer wieder fest, wenn sich in meinem Hirn Worte von zu Hause mit Worten aus der Heimat mischen. Oder aber auch auf dem Weihnachtsmarkt. Da gibt es nämlich eine – brav den New Yorker Gesetzen folgend – alkoholfreie Variante von Glühwein. Und wie nennt man das Gebräu nun?

 

Glühwein oder glue wine?

 

Ein „ü“ gibt es in der englischen Sprache ja nicht, und mit der Aussprache täte sich die Kundschaft auch schwer (deshalb sagen sie ja schließlich Munich und Nuremberg – da kann Traditionelles aus Bayern in New York noch so beliebt sein). Also weg mit den Pünktlein. Ein „ue“ sprechen Amerikaner meistens wie ein langes „u“ aus. Zu meiner hellen Freude führt die Schreibweise hier nun sogar zu einer neuen, irgendwie passenden Bedeutung, wenn ich mir mal generös das „h“ als Rechtschreibfehler vorstelle:

„Glue“ heißt unter anderem „kleben“. Ich gestehe, den Glue Wine habe ich nicht probiert. Aber ich möchte fast wetten, dass es sich um ein süßes Getränk handelt, das, einmal verschüttet, auch sofort klebt wie hulle.

 

Neugierig? Hier könnt ihr nachlesen, was noch so alles zu Weihnachten in New York dazugehört.

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