Hahn, Hund, Murmeltier: Es ist tierisch was los in New York im Februar. Und ihr könnt mitmachen. Oder zuschauen. Zum Beispiel:

Groundhog Day

Im Februar sind viele New Yorker den Winter leid und fragen: Wie lange denn noch? Und wie in Deutschland der Siebenschläfer vorhersagt, ob der Sommer verregnet wird oder schön, so sagt in den USA das Murmeltier, ob der Frühling naht oder noch sechs Wochen auf sich warten lässt. In New York ist dafür Chuck aus dem Staten Island Zoo zuständig. Aber wird er unter den Murmeltieren seinen Spitzenplatz auf der Liste der meisten Treffer in Sachen „Orakel bewahrheitet sich“ halten können? Wer ihm zuschauen will, muss früh aufstehen.

2. Februar, 7 Uhr, Staten Island Zoo, 614 Broadway, Staten Island (erreichbar mit Fähre und dann Bus S-48), GRATIS, Details auf der Website.

Chinese New Year

So heißt das gar nicht, wir sagen „Lunar New Year“! Am 28. Januar war auf dem chinesischen Kalender ein neues Jahr markiert, und zum Jahr des Hahns sind bereits Paraden durch Queens und Brooklyn gezogen. Die festliche Parade in Manhattan folgt erst jetzt. In den engen Straßen von Little Italy und Chinatown kann es dabei recht voll werden. Alternativ gibt es in den chinesisch geprägten Teilen von Brooklyn und Queens jede Menge Theater rund um diesen Teil der chinesischen Kultur.

5. Februar, ab 12 Uhr, Lunar New Year Parade, Chinatown in Manhattan, GRATIS, Route und Details auf der Website. ODER:

3. Februar, 16 Uhr, Musik, Pekingoper und Tanz von Chinese Theatre Works in der Sunset Park Library, 5108 4th Ave (Ecke 51st St.), Sunset Park (Brooklyn), GRATIS, Details auf der Website.

17. Februar, 19 Uhr, Lunar New York Shadow Puppet Slam, Flushing Town Hall, 137-35 Northern Blvd, Flushing (Queens), ab ca. 13 Dollar, Details auf der Website.

Modenschau: New York Fashion Week

Die Veranstaltungen der New Yorker Modewoche sind zwar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber das große Spektakel hat sich in den letzten Jahren vor den Eingang verlagert – dort posieren Instagramstars, Models und Modeverrückte, und wie aus dem Ei gepellte Modeprofis eilen zur Arbeit. Das Streetstyle-Abgucken ist etwas schwieriger geworden, seit die NYFW keinen festen Ort mehr hat; ein Blick in den Kalender für die Herbst-Schauen verrät aber, das die Laufstege unter anderem bei Skylight Clarkson Square in Soho stehen werden.

9. bis 17. Februar, diverse Orte, kein Eintritt ohne persönliche Einladung, draußen Leute gucken ist GRATIS, Programmkalender auf der Website.

Winter Daylife – Im Sonnenlicht unter der Erde essen

Der Essex Street Market ist eine der wenigen verbliebenen Markthallen in Manhattan, und zu seiner Dauerhaftigkeit trägt sicherlich bei, dass es neben frischem Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Käse dort auch lecker Imbiss gibt. Die dazugehörigen Händler ziehen für einen Tag nach gegenüber ins Lowline Lab um – den Versuchsballon für einen unterirdischen Park mit Tageslicht.

12. Februar, 11-17 Uhr, Lowline Lab, 140 Essex Street, Lower East Side, Eintritt GRATIS (Essen kostet etwas), Details auf der Website.

Hundeschau: The Westminster Kennel Club Dog Show

Spieglein, Spieglein, an der Wand? Püh. Dafür haben wir doch Spiegelfassaden. Jedes Jahr aufs Neue fragt New York, wer der oder die Schönste im ganzen Land ist – und lässt auf der Suche nach der Antwort die beliebtesten und auch die seltensten Hunderassen vor eine Jury trippeln. Am anderen Ende der Leine ist man dabei übrigens auch stets perfekt frisiert.

13. + 14. Februar, Madison Square Garden, 2 Penn Plaza, Midtown, ab ca. 32 Dollar, Details auf der Website.

Cupid’s Undie Run

Im Januar steigen New Yorker ohne (lange) Hose in die U-Bahn, und im Februar geht es gleich weiter, aber zackig. Diesmal wird nämlich gerannt, und zwar eine Meile lang in Unterwäsche und für einen guten Zweck.

18. Februar, 14 Uhr (Einlass und Fundraising-Preisverleihung ab 12 Uhr), Stage 48 (vor dem Manhattan Cruise Terminal), 605 W 48th Street, Zuschauen entlang der Strecke GRATIS, Details auf der Website.

Black in 19th Century Brooklyn

Im Februar feiern wir die Geburtstage von Abraham Lincoln und Frederick Douglass, und der ganze Monat ist der Geschichte der Schwarzen in Amerika gewidmet. Wer dabei geschichtsträchtige Orte besuchen möchte, kann auf einer Tour mit einem alten „Trolley“-Wagen Gräber berühmter Leute wie Künstler Jean-Michel Basquiat oder Margaret Pine, der letzten Frau, die als Sklavin in New York leben musste, besuchen – und dann Weeksville, die größte Siedlung freier Schwarzer vor dem amerikanischen Bürgerkrieg.

25. Februar, 11 Uhr, Green-Wood Cemetery, Fifth Avenue Ecke 25th Street (in Brooklyn!), ca. 40 Dollar, Details auf der Website.

Voices on the Hudson

Für einen Abend mit der bewährten New Yorker Festivalkombination „Musik + toller Blick aufs Wasser“ braucht man nicht bis zum Sommer zu warten. Der City Vinyard bringt für eine Winter-Musikserie unter anderem James Maddock, Teddy Thompson, Diane Birch und Ruthie Foster an den Hudson – im Warmen und mit jeweils nur höchstens 100 Gästen.

Dienstags + mittwochs bis Mitte April, jeweils 20.30 Uhr (Einlass ab 16 Uhr), City Vinyard, Pier 26 (am Hudson zwischen Hubert und North Moore Street), ca. 20 Dollar, Details und Programm auf der Website.

 

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