Bunte Hüte, Flanieren ohne Ende – aber auch Kissenschlacht und Indie-Film: Im April geht es in New York nicht nur frühlingshaft zu.

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International Pillow Fight Day

Kein Scherz: Am 1. April fliegen in New York die … nein, nicht Federn, sondern Polydingsda-Kissenfüllungen. Seit Jahren hauen sich New Yorker beim Pillow Fight Day fröhlich die Kissen um die Ohren. Diese Kissenschlachten gibt es inzwischen auch in diversen spanischen und italienischen Städten, in London und Wien – aber bisher nicht in Deutschland. Weil dabei immer mal ein Kissen aus den Nähten platzt, machen die Veranstalter hinterher sauber – und bitten deshalb darum, keine Federkissen mitzubringen.

1. April, 15-17 Uhr, Washington Square Park (Fifth Avenue/Waverly Place/West 4th Street), GRATIS, Details und Spielregeln auf der Facebookseite.

150 Jahre Prospect Park

Zu Unrecht steht der Prospect Park in Brooklyn im Schatten des Central Parks: Ihn haben Frederick Law Olmstead und Calvert Vaux entworfen, nachdem sie mit dem Central Park fertig waren. Am ersten Aprilwochenende fällt der Startschuss zur 150-Jahr-Feier, die voller Aktivitäten steckt: Das historische Karussell dreht die ersten Runden der Saison, Baseballspieler ziehen auf den Platz, die Eislaufbahn bleibt extra länger geöffnet – und natürlich gibt es jede Menge Führungen, mal mit Fokus auf die Natur, mal sportlicher Natur, und abends trifft man sich dann am Lagerfeuer.

1. + 2. April, Prospect Park (Brooklyn), der riesige Park liegt ungefähr zwischen Grand Army Plaza, Parkside Avenue, Ocean Avenue, Prospect Park West, größtenteils GRATIS, Details und Anfahrthinweise auf der Website.

The Jazz Age: American Style in the 1920s

Die Idee der wilden 20er inspiriert heute noch alle möglichen kreativen Köpfe. Diese Zeit verbrachte der New Yorker Industriemagnat Andrew Carnegie in einer 64-Zimmer-Villa, die heute das Designmuseum Cooper-Hewitt beherbergt. Und eben jenes schaut nun mit einer Ausstellung genau hin, wie es um den Geschmack der Amerikaner zu der Zeit stand, als Jazzmusik ihren Weg nach Europa fand.

7. April bis 20. August, Cooper-Hewitt Smithsonian Design Museum, 2 E 91st Street (Ecke Fifth Avenue), ab ca. 16 Dollar (Vorab-Tickets online) oder FAST GRATIS samstags von 18-21 Uhr („pay as you wish“), Details auf der Website.

NYC Podfest

Wer gerne amerikanische Podcasts hört, hat an diesem Wochenende in New York die Gelegenheit, die Leute hinter „How to Be Amazing“ oder „Fueled By Death“ in Fleisch und Blut zu sehen – oder sogar die Bowery Boys, die mit Geschichten über die Geschichte New Yorks bekannt wurden.

7. bis 9. April, The Bell House, 149 7th Street (zwischen 3rd und 2nd Avenue), Gowanus (Brooklyn), ab ca. 12 Dollar, Details auf der Website (und auf der Event-Site des Bell House).

Easter Parade & Bonnet Festival

Den Osterspaziergang aus dem Bildungsbürgerkanon kennen auch die New Yorker. Dort hat er noch eine Extrageschichte: Zum höchsten christlichen Feiertag trägt man Sonntagsstaat im Quadrat – und flaniert damit seit etwa 1870 zum Sehen und Gesehenwerden. Heute gehört zur Easter Parade nicht einfach nur todschicke Kleidung, sondern auch eine möglichst fantasievolle, österliche Variante der Kopfbedeckung.

16. April, ca. 10 bis 16 Uhr, Fifth Avenue zwischen 49th und 57th Street (um die St. Patrick’s Cathedral herum), GRATIS. Eine Website gibt es nicht.

Tribeca Film Festival

Es war einmal eine der typisch New Yorker Reaktionen auf Schreckliches: Nach 9/11 entstand dieses Filmfestival mit dem Ziel, das in Schutt und Asche liegende Lower Manhattan kulturell und auch wirtschaftlich wieder mit Leben zu füllen. Aufstrebende Filmemacher mit schrägen Ideen präsentieren dort heute noch ihre Filme gleich neben großen Hollywoodproduktionen, inzwischen gibt es auch Programmteile für Online-Filme und Virtual Reality-Projekte.

19. bis 30. April, diverse Kinos in Manhattan, ab ca. 12 Dollar (für ein Matinee-Einzelticket; abends ab ca. 21 Dollar), Details und Programm auf der Website.

Hello, Dolly!

Revival plus Comeback gleich Megahit? Als das Musical „Hello Dolly“ 1964 an den Broadway kam, hatte Bette Midler dort gerade ihr Debüt mit „Fiddler on the Roof“. Mit 71 Jahren spielt sie nun die Dolly. Im Vorverkauf schlug das Musical, dessen Previews soeben begonnen haben, bereits alle Broadway-Rekorde.

Ab 20. April, jeweils 20 Uhr (an einigen Tagen zusätzlich um 14 Uhr), Shubert Theatre, 234 W 44th Street (zwischen 7th und 8th Avenue, Nähe Times Square), ab ca. 89 Dollar, Details auf der Website.

 

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