U-Bahn-Kunst: Verzweigt

Total typisch New York: Bäume. Ist schon klar, dass die meisten an etwas anderes zuerst denken, aber es gibt tatsächlich viele Bäume in New York City. Es kommt zuweilen nur darauf an, wo genau man sich da befindet. Unten im Battery Park zum Beispiel kann man hochschauen und den Überblick verlieren: Wo fängt das eine Geäst an und was gehört schon zum nächsten Baum? Mike und Doug Starn haben das gesehen (im Winter geht es besonders gut). Und sich gedacht: Ach, das ist ja genauso wie die New Yorker U-Bahn-Linien – so jedenfalls beschreiben sie…

Moment mal: Eine Stadt voller Hänger

„Habt ihr auch eine U-Bahn da, wo du herkommst?“, fragt er. Das rührt nicht von der Ignoranz her, die Europäer Amerikanern gern nachsagen. Wir haben gerade über den Lärmpegel in New York gesprochen, und er hat gesagt, dass sie Bremsen der U-Bahn schon immer so gequietscht und gekreischt haben. Deshalb fügt er an: „Und, die ist bestimmt leiser, oder?“ Ich versuche, auf höfliche Weise zu erklären, dass die U-Bahn, die ich gewohnt war, moderner ist als das olle New Yorker System. Aber, versuche ich seinen Zorn auf die New Yorker Zustände zu beschwichtigen, in New…

U-Bahn-Kunst: Um die Ecke

Jackie Chang spielt mit Worten. Vielleicht macht man das automatisch, wenn der eigene Name dem eines Actionfilmstars so sehr ähnelt. Die New Yorker Verkehrsbetriebe ließen Chang im Jahr 2000 die U-Bahn-Station Metropolitan Avenue/Lorimer Street gestalten. Da kann man auf dem Weg von der einen Bahn zur anderen herrlich ins Philosophieren kommen. Hier mal drei Denkanstöße.

U-Bahn-Kunst: Viehzeug

Manchmal muss man schon sehr genau hinschauen, um die Kunst zu entdecken. Aber keine Bange, drauftreten ist okay. Das Arts For Transit Collaborative hat sich eben mit „For Want of a Nail“ über die gesamte Station ausgebreitet. Ihr Werk ist so eine Art Wegweiser. Oben an der 81st Street Station wartet das American Museum of Natural History, und dessen Bandbreite zeigen die Künstler hier mit unterschiedlichen Materialien. Nicht erschrecken!

U-Bahn-Kunst: Müllbeutel

Ha! Ich sehe es und denke an meine Serie über  New Yorker Müll. Daraus baue ich doch gleich eine neue Reihe. Diesen Müllmann hier treffe ich nämlich in der U-Bahn. Die Pleitestadt New York und ihre angeschlagenen Verkehrsbetriebe mögen zwar vielleicht mit fünfzig Jahre alten U-Bahn-Signalen wirtschaften. Aber sie geben auch Künstlern den Auftrag, sich etwas zu einer U-Bahn-Haltestelle auszudenken. Hier, unter der Prince Street, waren Janet Zweig und Edward del Rosario am Werk. Der Müllmann ist nur eine von vielen Figuren in der Wand. Sie haben nicht den Großstadtdreck gemeinsam, sondern das Handeln: „Carrying…