Haarige Vorlage

Aha! Nicht nur für die Herren gibt es also diese Tafeln, auf denen man sich eine Frisur aussuchen darf. Ganz egal, welche Sprache der Haareschneider spricht, damit kann man gar nicht schief liegen. Auch wenn die Damen die Mode vielleicht ein bisschen schräg finden – ein potenter Föhn kriegt das schon hin. Nur lichtecht sind die Frisuren leider nicht.

Weltreise

New York ist teuer, da bleibt oft nichts für Urlaub übrig. Aber dafür bieten sich innerhalb der Stadtgrenzen zig Chancen, auf Reisen zu gehen. Und heute meine ich mal nicht die kulinarischen Streifzüge, für die New York zu berühmt ist (zu Recht!). Manchmal, wenn mir nach interkulturellen Erfahrungen ist, gehe ich zum Kiosk. Also nicht nur Bude an der Ecke. Sondern zu einem Laden im zweiten Stock (dt. ersten Stock) eines unauffälligen Hauses in Soho, wo man sich schon mal an einem Koch mit Kiste vorbeischlängeln muss, um in den Laden zu kommen. Die Besitzer…

Dicke fette Torte

Nein, diese Auslage kann ich beim besten Willen nicht zeigen. Was da an Kalorien zusammenkommt, ist unzählbar. Das Omonia Cafe in Astoria (Queens) hat schließlich die Hochzeitstorte für den Film “My Big Fat Greek Wedding” gemacht. Und auch für Leute eine Riesenauswahl, die nur ein Stück Torte essen wollen. Man braucht allerdings ein gutes Gedächtnis: Vorne an der Theke verraten sie einem, wie denn dieses oder jenes Stück Konditoreikunst heißt. Aber bestellen muss man es am Tisch. Weil ich auf zwei Kuchenstücke ein Auge geworfen habe, merke ich mir zwei Namen. Aber das zweite Stück…

Schön klug

Ich gehe ja gern zu diesen Veranstaltungen, bei denen ich neues Wissen präsentiert bekomme. Show-and-Tell, Mini-Lecture, Pecha Kucha – nehme ich alles gern mit. Und jetzt dreht der Galapagos Art Space das Ganze noch eine Runde weiter: “Get Smart” verbindet 15-minütige Vorträge mit Ausschnitten aus dem Cabaret-Programm, das hier am Wochenende geboten wird. So höre ich etwas über Hologramme (und vorn am Eingang stehen auch zwei), sehe erstmals den Journalisten Norman Oder, den ich bisher nur von seinem Blog Atlantic Yards Report kenne, und lerne, wohin die Impulse in meinem Hirn gehen, wenn ich unkonzentriert…

Vorsicht, scharf!

Margery hatte einen Kunst-Abschluss und einen Job im Fischmarkt. Da lernte sie ein paar Brocken Japanisch – und eine Menge über Messer. Seit 1983 schärft sie Messer. “Da war ich fünf”, lacht sie, weil das ja schon eine ganze Weile her ist, dass sie mit dem Samurai Sharpening Service angefangen hat. Ich habe ihr zwei meiner Messer mitgebracht und sehe sie gut bei ihr aufgehoben. Sie schaut erst einmal nach, ob sie etwas gegen die Flecken auf dem großen Messer unternehmen kann. Aber die gehen nicht weg. Es ist kein teures Messer gewesen, ich mag…

Die Schlechten ins Kröpfchen

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätte da jemand Taubenfutter verstreut. Dabei weiß doch jeder, dass man das nicht tun soll (ebensowenig wie Eichhörnchen füttern übrigens). Aber auf den zweiten Blick fällt mir wieder ein, dass ich hier nicht im Kleinstadtpark, sondern in New York bin, und so entscheide ich, dass ich diesen Fall nicht näher untersuchen möchte. Er ähnelt von meiner erhabenen Zweibeiner-ohne-Flügel-Perspektive aus gar zu sehr dem sonnengetrockneten Ende eines nächtlichen Zugs durch die Gemeinde.

Kunstfehler

“Nächstes Mal kommen wir früher”, sagt ein Mann zu seinem Begleiter. Da kann ich nur zustimmen. Donnerstag ist traditionell der Tag, an dem man nach der Arbeit durch Chelseas Galerieszene streifen, Leute beobachten (und/oder sich zur Schau stellen) und Kunst angucken geht. Nun ist zwar gerade Sommerloch; die Leute, die für die Galeristen interessant sind, haben sich in die Hamptons verzogen. Aber gerade deshalb gibt es heute den Chelsea Art Walk. Und der hat nicht, wie die üblichen Donnerstags-Vernissagen, um sechs, sondern schon um fünf begonnen. Mit der Folge: Es gibt keinen Tropfen Wein mehr,…