Schick angeschickert?

Dem Chelsea Art Museum geht es gar nicht gut. Finanziell in der Bredouille, ist es in diesem Jahr in dem Gebäude, das ihm einmal gehörte, geduldet. Wie es weitergeht, verrät noch keiner. Aber von Ausstellungen dort habe ich seit Dezember schon nichts mehr gehört. Trotzdem bin ich heute da – in Sachen Mode. Die “Designers and Agents” findet an mehreren Orten statt, unter anderem auf drei Stockwerken im Chelsea Art Museum. Vielleicht habe ich da vorher nie so drauf geachtet. Oder es liegt gerade etwas Besonderes an, dessen Beginn ich nicht mitbekommen habe. Auf jeden…

Okay

Ich sage es hier so ziemlich jeden Tag. Aber erst als ich an diesem Laden vorbeikomme, fällt mir wieder auf, dass ich genausowenig wie die anderen weiß, was das eigentlich heißt. Eine der Legenden besagt, dass im amerikanischen Bürgerkrieg ein guter Tag sich dadurch definierte, dass alle Soldaten lebend nach Hause gekommen waren. Die Zahl Null und der Buchstabe O sahen sich damals genauso ähnlich wie heute. OK.  Zero Killed. Danach benennt sich ein Label, das das Publikum der Fashion Week noch nicht entdeckt hat (es würde sich kaum in die Gegend trauen, in dem…

Rätsel: Schon Ostern in New York?

Es ist nicht so schwierig, herauszufinden, welcher schräge Vogel sich diese großen, grünen Eier aus dem Hinterteil gedrückt hat. Aber warum sie in New York so in Mode sind, bleibt im Dunkeln. Vielleicht ist es eine Rechnung, die das Milchmädchen zusammen mit dem Eiermann gemacht hat: Der Inhalt eines dieser Eier entspricht dem von acht bis zehn Hühnereiern. Klingt praktisch. Aber es kostet viel, viel mehr als ein Dutzend.

Freddy’s Klo

Ich muss mal. Dabei spielt jetzt Brute Force, ich will meinen Lieblingssong “To Sit On A Sandwich” nicht verpassen und ich habe einen Platz, an dem ich sehen und sogar sitzen kann. Ein Typ namens Easy Bob verspricht, mir den Platz freizuhalten. Und er wünscht mir Glück. Er ist von hier aus schon zweimal zur Bar gegangen und hat es immer geschafft. Um zum Klo zu kommen, muss ich erst mal aus dem Back Room raus, einen schmalen, kurzen Flur entlang zur Bar, wo ich mich zwischen Bar und Sitzecken durchdrängeln muss bis ganz nach…

In guter Gesellschaft

Man muss schon jemanden kennen, um hier hereinzukommen. Das ist nicht die Garderobe einer exaltierten Bühnenkünstlerin. Es ist eine der Toiletten des Players Club. Wo man durchaus exaltierte Künstlerinnen treffen kann. Aber noch nicht so lange. Zwar finde ich auf einem Tisch oben in der Bibliothek ganz viele Porträt-Karten von längst verblichenen Schönheiten vom Beginn des 20. Jahrhunderts, unter einer Glasplatte sorgsam festgehalten, aber für lange Zeit blieben die schöpferischen Herren hier unter sich. Es war New Yorks erster Gentlemanclub für Theatermenschen, die sich hier zwanglos mit Künstlern anderer Sparten austauschen sollten.  “Wir mischen uns…

Selten so gemacht

Immer wieder staune ich über die Gegensätze. Es gibt so schöne Ecken in Harlem; diese ist keine davon. Ganz in der Nähe befindet sich eine Sammelstelle für wiederverwertbaren Müll, an der die Einkaufswagenmenschen anstehen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Dosen aus Mülleimern zu holen. Und nicht weit von hier hält der Bus vom und ins Gefängnis auf Ryker Island. Und ausgerechnet hier ist der Laden mit dem unglaublichen Kram. Heute liebäugle ich mit einem Pärchen aus Kloschildern, Ladies, Men, aus Porzellan. Ich weiß, dass ich gar nicht nach dem Preis zu schauen brauche, schaue aber…