Das ist die Kugel des Jahres. Jedes Jahr zu Silvester rollt sie beim Countdown am Times Square ins neue Jahr, beäugt von Millionen Leuten und noch mehr, die das Ganze klugerweise am Fernseher verfolgen (am Times Square muss man schon mittags auflaufen, wer rausgeht, kann nicht mehr rein, Toiletten gibt es nicht und wie so oft liegen die Temperaturen auch dieses Jahr um den Gefrierpunkt).

Das tonnenschwere Kristall-LED-Gebilde ist an seinem Platz, getestet ist es auch schon – wäre ja peinlich, wenn der Silvesterball ausfällt. Selbst das Konfetti haben sie schon getestet, das muss ja schön herunterregnen auf die Massen am Times Square, und dazu muss es ein bisschen aufgeschüttelt werden. Es besteht zu einem Gutteil aus guten Wünschen.

Abgesehen von lauter guten Vorsätzen gehen die New Yorker nämlich mit guten Wünschen ins neue Jahr. Die schreiben sie auf und hängen sie an die Wish Wall im Times Square Visitor Center.

 

 

Da gehen auch Touristen gern vorbei, und so finden sich dort mitunter Zettel mit französischen Wünschen – oder deutschen.

 

 

Dieses Jahr gibt es besonders viele Friedensbotschaften. Der Amoklauf in einer Schule in Connecticut spukt in vielen Köpfen herum. Aber genauso denken viele an diejenigen Amerikaner, die in fremden Ländern mit Waffen hantieren.

 

 

Und wenn man genau hinschaut, entdeckt man auf der Wunschwand auch irgendein Rätsel. Der Wunsch mit den Portemonnaies zum Beispiel scheint mir seltsam. Hat die kleine Lady dieses Jahr wohl so viele gefunden – und kriegt den Hals nicht voll? Egal. Am Ende dieses Jahres wird das sowieso alles Konfetti.

 

 

Oh, und natürlich kann man sich den “Ball Drop” auch auf dem Smartphone anschauen – mit der Ball App. Wer’s braucht …