Schnauzbart-Tag am Times Square

Da sind aber viele Schnauzbärte in der Schlange, und immer wieder rückt einer der Schnauzbartträger seine Pappattrappe zurecht. Manche sind viel, viel zu klein für einen echten Schnauzbart, andere zu weiblich, und wieder anderen fehlt das Testosteron. Ein paar Leute haben sich auch komplett kostümiert. Und das alles für Werbung. Auf dem Times Square hat ein großer Spielekonzern “Super Mario” in 3D aufgebaut. Also nicht das 3D, das hier zwar Publikum ins Kino zieht, aber sich zu Weihnachten in Fernseherform bestimmt wieder so schlecht verkauft wie Blu-Ray. Nein, um so richtig Interesse am 3D-Spiel zu…

Wo Goethe Kleider verkauft

Wahrnehmung ist so eine lustige Angelegenheit. Nach einem tollen Gespräch mit Emil und Sandy Corsillo (the Hill-side und Hickoree’s Hard Goods) sehe ich auf einmal überall Mode im Weg herumstehen. Erst stolpere ich fast über einen Kontrast zu den Herrenklamotten, die meine Interviewpartner feilbieten. Nur wenige Minuten später komme ich am nächsten Aufsteller vorbei. Und gehe noch einmal zurück. Ich bin sicher, dass ich mir auf die Schnelle etwas zusammengereimt habe, dass da gar nicht steht. Stimmt aber nicht. Mit so etwas verkaufen sie hier tatsächlich Kleider. Na, und wie heißt der Satz des großen…

Bäume suchen ein Zuhause

Ist das jetzt die richtige Jahreszeit? Pflanzen kann man sie jetzt ja. Doch von Bäumen, denen das Laub ausfällt, fühlt mancher potenzielle Spender sich vielleicht ähnlich wenig angesprochen, als wenn ein Tierheim mit räudigen Hunden um neue Zuhause werben würde. Andererseits: In Kürze gibt es ja die prächtigsten Farben zu sehen. Der Bürgermeister möchte eine Million Bäume in New York pflanzen lassen, und dazu sollen die Bürger auf diverse Weise beitragen. “Million Trees NYC” frohlockt, dass die Hälfte schon steht. Ich frage mich wieder einmal, wer eigentlich in New York die Bäume zählt.

Definitionsfrage

Endlich: Die Opernsaison fängt wieder an! Schon seit Wochen macht die Met dafür Reklame, mit einem Spruch, der zu diesem Blog recht gut passt. Ich bin nur nicht so ganz überzeugt davon, ob ich mit so einem Moment Werbung machen würde. Klar, das ist Anna Netrebko, die ist zum Beginn der Saison zu Gast und im Frühjahr schon wieder, und mit ihr kann man Staat machen. Aber die Szene ist eine Festnahme, sozusagen der Beginn eines radikalen Abstiegs.

Wenn Wirte an die Zukunft denken

“Was wollen wir trinken?” wäre in New York die zweite Frage vor der ersten. Die lautet: Wo? Auswahl an Kneipen gibt es ja genug. Da müssen sich die Wirte also etwas einfallen lassen, um Gäste zu überzeugen. In dieser Hinsicht habe ich schon so einiges gesehen und erlebt. Aber das hier … macht mich für einen Moment sprachlos.

Urkomisch

In der US-amerikanischen Popkultur ist das Phänomen zwar oft genug ein Thema, aber ich hab nie so recht verstanden, warum man Urängste vor einem Clown haben soll. Bis diese Werbung begann. Also Angst habe ich immer noch nicht. Aber ich finde es auch nicht lustig. Soll ich ja eben auch nicht. Es nervt eher. Childrens Hospital war mal eine Web-TV-Serie mit ungefähr fünfminütigen Folgen. Seit letztem Jahr kommt es auch im Fernsehen. Und diesen Sommer tauchen nicht nur diese Plakate auf, sondern auch peinliche Pseudo-Graffiti. Ach, bleibt mir doch weg mit eurem Clown.