Die meisten New Yorker arbeiten wie die Irren. Es hilft ja nichts, die Miete muss reinkommen, und Mieten in New York würden jeden Menschen irre machen, wenn er denn dazu käme, da mal drüber nachzudenken vor lauter Arbeit. Aber irgendwann ist Feierabend.

Es gibt zwar keinen englischen Ausdruck für „Schönen Feierabend“ (genausowenig wie für „Guten Appetit“), aber das heißt noch lange nicht, dass man das „Feiern“ in „Feierabend“ hier nicht versteht. Heute zum Beispiel, am Beginn der vierten Hitzewelle der Saison, sieht Feierabend so aus:

 

 

Dass da keine falschen Vorstellungen aufkommen: Auch hier kann man die Arbeit nicht komplett vergessen, schließlich empfangen Smartphones sehr wohl die doofen Nachrichten mit noch zu erledigenden Aufgaben, und hier wird natürlich auch gearbeitet (Bier herangekarrt zum Beispiel). Aber wenn man Feierabend hat, vergisst man einfach mal, was da unten wieder wartet. Schließlich ist 230 Fifth eine Rooftop Bar – und durch blanke Höhe erhaben über den Renn-Esel-hinter-Gentech-Möhre-Galopp ums Überleben.