Ich frage mich, ob wir die Einzigen sind, die herausgefunden haben, wo die Tür ist. Das war nun wirklich nicht so schwierig. Aber kaum haben wir sie geöffnet, stehen zig Leute hinter uns, die gucken wollen. Dabei haben sie offenbar selbst einen Schlüssel.

Ich habe mich mit Reggie, mit dem ich seinerzeit beim Schlangestehen zu einem Team zusammengestellt wurde, verabredet für ein weiteres „Key to the City“-Abenteuer. Unsere Stadtschlüssel sollen diesmal eine verborgene Tür im Brooklyn Museum öffnen. Dort ist an jedem ersten Samstag im Monat der Eintritt frei, und es gibt eine Menge Programm. Weil Feiertagswochenende ist, ist es relativ (!) leer.

Die Wegbeschreibung taugt, wir finden die Tür schnell, und Reggie gibt mir seinen Schlüssel. Ich soll aufschließen, während er fotografiert. Ich stecke den Schlüssel ins Schloss, drehe und – nichts. Die Tür geht nicht auf, der Schlüssel steckt fest. Reggie kichert: „Hey, sie hat das kaputtgemacht“, und ich muss so lachen, dass es einen Moment dauert, bis ich den Schlüssel wieder befreit habe. Mit beherztem Gegendruck lässt sich die Tür schließlich doch öffnen. Und dieses Schlüssel-Abenteuer finde ich bezaubernd:

All diese kleinen Dinge sind von Fabergé, eine längst verblichene Dame in Brooklyn hat sie gesammelt. Ich lerne, was Löwenzahn auf Englisch heißt (dandelion), sage Reggie, dass es auf Deutsch dafür auch ein Kinderwort gibt und versuche, es zu umschreiben. Prompt fällt mir das schöne Wort „Pustekuchen“ ein. Aber das kann ich nun wirklich nicht erklären.