Tag und Nacht fahren Tausende gelbe Taxis durch New York. Aber genau dann, wenn du eins brauchen könntest, rauschen die alle an dir vorbei. Und als Tourist fragst du dich sowieso, wie das mit den Yellow Cabs geht. Und – zeig dich mal von deiner weltgewandten Seite! – wieviel Trinkgeld der „Cabbie“ bekommt.

 

New Yorker Taxifahrer seit 1977: Eugene Salomon

 

Ich habe einen Insider befragt: Eugene Salomon ist seit 1977 Taxifahrer in New York, darüber schreibt er auch in seinem überaus empfehlenswerten Blog „Cabs are for Kissing“ und in seinem Buch „Confessions of a New York Taxi Driver„.

1. Wie man in New York ein Taxi ruft

Nicht mit dem Telefon, Freunde! Die gelben Taxis nehmen keine Anrufe oder Funkdurchsagen entgegen, sie halten einfach nach Fahrgästen Ausschau. Deshalb empfiehlt Eugene die folgenden drei Punkte:

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Also: Mach auf dich aufmerksam (besser mit erhobenem Arm als mit fröhlichem Pfeifen), schau auch mal, was hinter dir angefahren kommt, und stell dich am besten gleich an eine Kreuzung. Aber nicht um fünf Uhr herum, egal ob frühmorgens oder spätnachmittags. Dann nämlich wechseln die Taxifahrer, und dadurch sind zu dieser Zeit deutlich weniger Taxis auf den Straßen.

 

2. Betrunkene bekommen keine Taxis

Es gibt natürlich durchaus New Yorker Taxifahrer, die dich auch nach einer Kneipentour noch mitnehmen. Aber kotzende Fahrgäste stehen bei Taxifahrern ähnlich hoch im Kurs wie eine Ganzkörperlähmung (Eugenes Rangliste zufolge; auf Platz 1 steht demnach der Tod, also der eigene, wohlgemerkt).

Und das Gesetz besagt: „Drunk and disorderly“, also Betrunkene und Randalierer, braucht ein Taxifahrer nicht zu befördern. Im Zweifelsfall also überlegen: Tequila oder Taxi?

 

Restaurant und Taxi: Nicht so viel trinken!

 

3. Typischen Touristenfehler vermeiden: Taxifahrer kriegen Trinkgeld

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Den Sitten in New York entsprechend bekommen Taxifahrer Trinkgeld – anders als in Deutschland nicht als Gefälligkeit und je nach Nettigkeit, sondern als den üblichen Beitrag dafür, dass man überhaupt durch die Gegend gefahren wird. Denn Taxifahrer in New York müssen ihren Wagen täglich (oder wöchentlich) mieten – das Geld aus dem Taxameter fließt zunächst einmal also nicht in ihre eigene Tasche.

15 bis 20 Prozent vom Fahrpreis sollte man dem Taxifahrer stets geben. Wer meint, das sei zu viel, ist mit einer U-Bahn-Karte besser dran.

 

4. Was du am besten über New Yorker Taxis gleich wieder vergisst

In New Yorker Taxis besteht keine Anschnallpflicht. Allerdings sollte man sich angesichts des Fahrstils vieler Cabbies dreimal überlegen, was einem diese Freiheit wert ist. Eugene dazu:

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Mehr?

Ein Erlebnis mit Eugene Salomon kommt auch in meinem Buch vor – hier kannst du ein wenig darin lesen (und es natürlich auch kaufen).

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