Hightech-Schlitten

Ich habe den Verdacht, heute ist Tag der danebengegangenen Witze. Ich meine dieses unangenehme Gefühl, das einen beschleicht, wenn einer etwas sagt, das er witzig findet, das aber nicht ankommt. Kein müdes Lächeln will über mein Gesicht huschen, nicht mal aus Höflichkeit. Aber vielleicht ist das ja gerade die Absicht dahinter? In der U-Bahn gibt es ja durchaus Humoristen unter denjenigen, die aus diesem oder jenem Grunde laut proklamieren, was die anderen Fahrgäste in der Regel nicht hören wollen. Aber dieser Herr jetzt … Er beginnt mit dem gängigen Einstieg für Bettelei. Aber dann sagt…

Knusper, knusper, knäuschen …

Mir ist der Lebkuchen ausgegangen. Aber in Deutschland habe ich um diese Zeit ja auch keinen mehr bekommen, so kurz vor Weihnachten bestellen die Läden so etwas wohl nicht mehr. Hier ist Lebkuchen, so wie wir ihn kennen, nicht so beliebt. Das steigert meine Chancen, noch welchen zu finden, und tatsächlich hat ein Supermarkt in der Nähe Tüten eines deutschen Herstellers, allerdings nicht meine Lieblingssorte. Schon gar nicht mehr, nachdem ich das hier gesehen habe: Ja, das ist echt und essbar. Wie alle Gingerbread Houses in dieser alljährlichen Ausstellung. Zur Gingerbread Extravaganza tragen so einige…

Lärm machen wie in den 90ern

Vor 20 Jahren hat sich Phil Kline etwas ausgedacht, das zum Dezember gehört und im Dezember gehört werden soll in den Straßen von New York. Seither gibt es jedes Jahr “Unsilent Night”. Wenn sie es erklären sollen, sagen manche: Ach, da muss man dabei gewesen sein. Aber das sind ja schlecht erzählte Geschichten, die so enden. Ich versuche es mal andersherum. Nämlich mit den entscheidenen Zutaten: plus [audio:https://www.moment-newyork.de/wp-content/uploads/UnsilentNight1.mp3|titles=Unsilent Night] ungefähr gleich Hat nicht funktioniert? Na, dann eben noch die Rechenregeln: Phil Kline hat vier elektonische Stücke komponiert, die gleichzeitig draußen abgespielt das ergeben, was ihm…

Wo ist das Christkind?

Das habe ich nun davon, dass ich meinen alljährlichen Besuch in Dyker Heights bis jetzt aufgeschoben habe: Meine Fingerspitzennerven beschweren sich erbittert, es ist kalt geworden in New York. Aber diese Weihnachtsbeleuchtung mag ich einfach nicht verpassen. Der riesige Weihnachtsmann ist ebenso Standard wie die riesigen Nussknacker hinter ihm und am Haus gegenüber. Lichterketten braucht man eigentlich schon gar nicht mehr so erwähnen, aufgeblasene Figuren auch nicht, so verbreitet sind sie hier, weit draußen in Brooklyn, wo die Autos im Schneckentempo an den Villen vorbeiziehen. Manche haben passenderweise einen Weihnachtsbaum aufs Dach geschnallt. Der Schmuck…